Kranke Nieren können den Körper vergiften

Mrz 4th, 2015 | By | Category: Gesundheit & Ernährung, Leitartikel
Die Nieren sorgen für die Entwässerung des Körpers. Foto: 7activestudio/ Fotolia.

Die Nieren sorgen für die Entwässerung des Körpers.         Foto: 7activestudio/ Fotolia.

Die Organe im menschlichen Körper leisten eine lebenswichtige Aufgabe. Sie arbeiten im Verborgenen. Auffällig werden sie meist erst, wenn sie ihren Dienst verweigern. In unseren nächsten Beiträgen wollen wir uns in loser Reihenfolge mit ihnen beschäftigen. Heute ist die Niere unser Thema.

Aufgaben der Nieren

Sie produzieren Urin und filtern während dieses Prozesses Abbauprodukte unseres Stoffwechsels aus dem Blut. Außerdem regulieren sie den Flüssigkeitshaushaltes des Körpers und seinen Mineralstoffgehalt. Für unseren Organismus ist ein ausbalancierter Mineralienhaushalt lebenswichtig. Die Aufnahme, Speicherung und Ausscheidung müssen sehr fein reguliert werden. Wenn diese Regelprozesse nicht mehr funktionieren, drohen auf Dauer schwierige Folgeerkrankungen. Aufgrund dieser Schlüsselfunktionen ist die Niere eines der am stärksten durchbluteten Organe des menschlichen Körpers. Die Nierendurchblutung nimmt zwischen 20 und 25 Prozent des Herzminutenvolumens ein.

Erkrankung

Nierenerkrankungen künden sich selten an, sondern beginnen still. Symptome wie dumpfe Rückenschmerzen, geschwollene Augenlieder oder nächtlicher Harndrang können auch erste Anzeichen einer Nierenerkrankung sein. Am häufigsten wird ein chronisches Nierenversagen durch die Zuckerkrankheit Diabetes diagnostiziert. Die Nieren arbeiten dann im Laufe der Zeit immer schlechter, wodurch der Körper, wenn keine Gegenmaßnahmen ergriffen werden,  regelrecht vergiftet wird. Im Fall eines akuten Nierenversagens, sammelt sich das nicht ausgeschiedene Wasser im Körper. Ursache dafür kann ein Kreislaufschock oder eine Abflussstörung des Urins durch eine vergrößerte Prostata sein. Vor allem die Wasseransammlungen in der Lunge sind gefährlich. Sie können zum Tod führen. Kaliumsalze, die nicht mehr ausgeschieden werden können,  lähmen das Herz und behindern den Blutkreislauf.

Behandlung

Im Anfangsstadium einer chronisch erkrankten Niere erhält der Patient Medikamente, die das Fortschreiten der Krankheit verlangsamen. Als Grundbasis muss der Patient auf seine Ernährung und Flüssigkeitsaufnahme achten. Es sollte eiweißarm gegessen werden, da der Prozess der Aufteilung des Proteins in seine Bestandteile sehr kompliziert ist und somit für die Niere zur Belastung führt. Zur vollkommenden Genesung muss jedoch eine Dialyse durchgeführt werden, damit alle angesammelten Giftstoffe gereinigt werden. Dabei wird der Blutkreislauf des erkrankten an eine „künstliche Niere“ angeschlossen. Wenn die Niere bereits soweit abgestorben ist, dass sie ihre Funktionen nicht mehr erfüllen kann, muss eine fremde Niere eingepflanzt werden.

Robin Langhoff

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