Training für den Erhalt der Muskulatur und gegen den Verlust der posturalen Kontrolle

Dez 20th, 2014 | By | Category: Fitness, Training & Freizeit, Leitartikel
Dieser Mann hat einen Gleichgewichtssinn - ohne Frage  Foto: qphotomania/Fotolia

Dieser Mann hat einen Gleichgewichtssinn – ohne Frage! Foto: qphotomania/Fotolia

Wir alle werden älter, ob wir es wollen oder auch nicht. Das Altern ist ein natürlicher unausweichlicher Bestandteil des Lebens. Wie wir das Altern empfinden, hängt wesentlich von unserer körperlichen Verfassung ab. Mehren sich die Gebrechen, kann Altern schnell zu einer körperlichen Qual werden. Altern geht immer mit einem Verlust an Körperlichkeit einher. Allmählich verlassen uns die Kräfte und damit auch ein gutes Stück Lebensqualität. Auf diese Tatsache haben wir keinen Einfluss. Nur den Zeitpunkt, wann dies passiert, können wir, wenn wir gesund bleiben, weiter nach vorne verschieben. Körperliches und geistiges Training sind hierbei die willkommenen Helfer.

Ohne Muskulatur läuft nichts

Denn unsere Gesundheit hängt entscheidend vom Zustand der Muskulatur ab. Eine starke Muskulatur hilft über viele Gebrechen hinweg. Sie ist notwendig für die Bewegung und auch für den Schutz der alternden Gelenke. Altern geht auch mit einer strukturellen Veränderung des neuromuskulären Systems einher. Das hat einige Einbußen zur Folge: den Verlust an Maximal- und Explosivkraft sowie Defizite in der posturalen Kontrolle. Durch dieses Handicap ist der Mensch nicht mehr in der Lage, sich ständig in einer Bewegung oder im Stand in eine aufrechte Position auszubalancieren. Diese negative Entwicklung hat zur Folge, dass der alte Mensch leichter stürzt. Schwere Verletzungen sind oft die Folge.
Dem Verlust der posturalen Kontrolle sollte man rechtzeitig mit geeigneten gymnastischen Übungen entgegenwirken.

Zentrales Nervensystem liefert Informationen

Für die posturale Kontrolle ist das zentrale Nervensystem zuständig. Es verarbeitet die Wahrnehmungen des Gleichgewichtsorgans (Vestibularapparat) und die visuellen Wahrnehmungen.
Propriozeptoren sorgen dafür, dass die Stellung und Bewegung des Körpers im Raum wahrgenommen wird. Durch sie gelangen Informationen über die Muskelspannung, der Gelenkstellung zum Kleinhirn, wo diese unbewusst verarbeitet werden. Aber auch die Exterozeptoren sind wichtig. Durch sie erhalten wir Informationen von der  Körperoberfläche.

Letztendlich spielen auch die Bewegungserfahrungen, die der Mensch in seinem bisherigen Leben gemacht hat, eine große Rolle. Denn schließlich beinhalten sie eine klare Vorstellung über den bevorstehenden Bewegungsablauf. Diese bereits im verlängerten Rückenmark vorliegenden Informationen sorgen für kurze Wege. Das hat zur Folge, dass nur die für diese Bewegung notwendige Muskulatur schnellstmöglich angesteuert wird

Körperliches und geistiges Training zahlt sich immer aus. Besonders im Alter hilft es dabei möglichst lange selbstständig zu bleiben und nicht auf die Hilfe anderer angewiesen zu sein.

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