Luftnot bei körperlicher Belastung kann vielfältige Ursachen haben.

Dez 6th, 2014 | By | Category: Fitness, Training & Freizeit, Leitartikel
Atemnot ist nicht immer Zeichen eines schlechen Trainingzustandes. Foto: nandyphotos/fotolia

Atemnot ist nicht immer Zeichen eines schlechten Trainingzustandes. Foto: nandyphotos/fotolia

Wohl ein jeder von uns kennt den Zustand völliger Atemnot. Meistens tritt sie nach einer starken körperlichen Ausdauerbelastung auf. Diese Reaktion ist jedoch durchaus normal. Grund hierfür ist ein akuter Sauerstoffmangel. Zur Steigerung der Atmung reagiert das Atemzentrum auf Signale aus den Rezeptoren der Muskulatur und des Stoffwechsels. Die Atemwege reichen von der Nase beziehungsweise dem Mund bis zu den kleinsten Lungenbläschen, den Alveolen. Hier gelangt der Sauerstoff durch Diffusion in das Blut. Über das Herz-Kreislaufsystem wird es dann zur arbeitenden Muskulatur in deren Zellen transportiert.

Belastungsasthma

Anders verhält es sich nun, wenn bereits bei geringer Belastung Luftnot auftritt. Häufig liegt in diesen Fällen eine Erkrankung eines beteiligten Organs vor. Manche Allergiker spüren so schon bei niedriger Belastung häufig ein Gefühl der Atemlosigkeit. Man bezeichnet dies auch als ein Belastungsasthma. Es tritt auch bei Wintersportlern beim Einatmen kalter Luft auf und auch bei Leistungsschwimmern bisweilen durch das Einatmen von dem Reizgas Chlor. Anhaltender Husten
nach einer intensiven Belastung ist ein erster Hinweis auf diese Erkrankungen. Ihr Nachweis ist manchmal schwierig. Medikamente helfen jedoch in den meisten Fällen. Nicht selten wurde in diesem Zusammenhang eine falsche Diagnose gestellt. Denn Ursache von Atemnot bei geringen Anstrengungen kann auch zum Beispiel eine Stimmbanddysfunktion sein. Dann kann ein Atemtraining helfen. Doch immer wenn beim Sport ungewöhnliche Luftnot auftritt, bedarf dies stets und in jedem Alter einer ärztlichen Untersuchung, um eine ernsthafte Erkrankung auszuschließen.

Ökonomisierung der Atmung

Interessant ist auch in diesem Zusammenhang, dass körperliches Training die Größenverhältnisse des Organs Lunge nicht verändert, während Herzvolumen, Blutmenge und Muskelquerschnitt zunehmen können. Training reduziert jedoch die benötigte Luftmenge auf gleicher Intensitätsstufe . Man spricht hierbei auch von einer Ökonomisierung. der Atmung.

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