Deutscher Skiverband spricht von mehr Sicherheit auf der Piste

Jan 10th, 2014 | By | Category: Leitartikel, Off-Topic
Immer mehr Skifahrer schützen sich mit einem Helm.

Immer mehr Skifahrer schützen sich mit einem Helm.

Der Winter zählt bei vielen zu der schönsten Jahreszeit. Urlaub in den Bergen und auf Skiern ins Tal hinunterzufahren,  der gesellige Aufenthalt auf den Hütten ist für sie Sport und Erholung pur. Unfallrisiken, die die schnelle Bewegung auf den Brettern mit sich bringen, sind ihnen zwar bekannt werden aber meist erfolgreich verdrängt. Statistisch gesehen hat sich die Chance unversehrt aus dem Skiurlaub zurückzukehren ja auch deutlich verbessert. Unfallstatistiken belegen, dass Skifahren sicherer geworden ist. Die Zahl der Unfälle hat sich in den vergangenen Jahren halbiert. Das gilt für Deutschland, Österreich und die Schweiz im gleichen Maße.

Gestiegenes Sicherheitsbewußtsein

Andreas König,  Sicherheitsexperte des Deutschen Skiverbandes, führt in einem kürzlich geführten Interview des Kölner Stadtanzeigers, diese positive Entwicklung unter anderem auf die besser präparierten Pisten, die kürzeren wendigeren Skiern und auch die anspruchsvolleren Bindungen zurück. Auch das Sicherheitsbewusstsein bei den Wintersportlern hätte sich verbessert. Beim Skifahren würden die meisten mittlerweile einen Helm tragen. Ihre Zahl ist in Deutschland enorm gestiegen. 99 Prozent der Kinder gingen mit einem Helm auf die Piste, bei den Erwachsenen seien es 70 bis 80 Prozent. Und das, obwohl in deutschen Skigebieten keine Helmpflicht bestünde.

Nach wie vor schwere Unfälle

Wie der tragische Unfall von Michael Schuhmacher zeige, nehme zwar die Zahl der Unfälle ab, aber nicht deren Schwere. Die häufigsten Unfälle hierbei seien mit 47 Prozent Knieverletzungen aber immer noch bei sieben Prozent aller Verletzungen sei der Kopf betroffen. Die Ursache hierfür sieht König in der Zunahme der Geschwindigkeit. Mit bis zu 50 Stundenkilometer würden die Skifahrer heutzutage unterwegs sein. Auch die modernen Seilbahnen trügen mit dazu bei. Denn mit ihnen würden heute viel mehr Wintersportler in viel kürzerer Zeit als noch vor zehn Jahren auf die Berge befördert. Durch die Anzahl der Menschen auf den Pisten steige die Kollisionsgefahr. So sei jede siebte Verletzung auf einen Zusammenstoß zurückzuführen.

Sicherere Pisten

Für die Sicherheit der Piste seien die Liftbetreiber zuständig. Felsen und Baumstümpfe gäbe es auf den offiziell ausgezeichneten Pisten nicht. Stattdessen gäbe es andere Gefahrenquellen, wie die Wintersportler, die mehr oder weniger gut Ski fahren. In Deutschland werden seit 2010 Skigebiete zertifiziert, 17 sind vom Deutschen Skiverband ausgezeichnet und können sich mit dem DSV-Prädikat schmücken. König: „Hier sind Schwierigkeitsgrade der Pisten deutlich ausgezeichnet, die Schneekanonen gepolstert und die Pistenränder markiert. Auch über die ausgeklügelten Rettungskonzepte würde in diesen prämierten Skigebieten Auskunft gegeben.

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