Auch das richtige Laufen will gelernt sein

Jun 4th, 2012 | By | Category: Fitness, Training & Freizeit, Gesundheit & Ernährung, Leitartikel

Wenn man sich zum Joggen entschließt, sollte man einige Grundregeln beherzigen.

Volkskrankheit Laufen“ – von einem Massensport zu einem Massenleiden – war in einer der letzten Ausgaben der Zeitschrift „Stern“ zu lesen. Man wundert sich.  Bisher galt das Laufen doch als sehr gesund. Und nun das Gegenteil?

Nach den Aussagen des „Stern“ legen deutsche Jogger im Schnitt 6,4 Kilometer pro Laufeinheit zurück. Wesentlich mehr als die Statistiken anderer Länder aufweisen und viel zu viel für die meisten Freizeitsportler. Angetrieben von falschem Ehrgeiz und ausgestattet mit mangelnder Sachkenntnis würden sie sich nicht selten überfordern. Die Folge: Die Erkrankungen des Bewegungsapparates haben zugenommen.

Glückshormone gegen Schmerzen

„Leute lauft, aber lauft richtig!“, appelliert schon lange Prof. Dr. Thomas Wessinghage, Ärztlicher Direktor der 3 Kliniken der  Medical Park AG im Tegernseer Tal. Der ehemalige Europameister über 5000 Meter hält heute wenig davon, wenn die Teilnahme an einem Marathon das Ziel ist. Während ein moderates Training der Gesundheit dient, schadet ein Zuviel dem Körper. Wer wöchentlich mehr als dreieinhalb Stunden oder über 30 Kilometer läuft den plagen nicht selten Schmerzen der Schienbeinvorderkante und an den Knie- und Sprunggelenken. Diese würden aber häufig durch die bei einer hohen Belastung in den Körper ausgeschütteten Glückshormone, den sogenannten Endorphinen, nicht ausreichend zur Kenntnis genommen.

 Entspanntes Laufen beste Medizin

Fazit: Entspannt eingesetzt ist Laufen nach wie vor die beste Medizin.  Laufen wirkt gegen Stress und einer Vielzahl körperlicher Gebrechen. Es kann sogar vor Krebs, Diabetes, Schlaganfall und Herzinfarkt schützen. Wer jeden Tag nur 15 Minuten locker trabt, verringert sein Risiko, an einem Herzinfarkt zu sterben, um 20 Prozent. Außerdem verlängert Joggen das Leben um durchschnittlich drei Jahre.

Das Training muss jedoch richtig geplant werden. Vor allen Dingen dürfen Anfänger nicht übertreiben. Denn es könne dann vorkommen, dass ihre Beinmuskulatur nicht in der Lage ist, das Knie beim Joggen gut zu stabilisieren. Im schlimmsten Fall könnten Ober- und Unterschenkelknochen  aufeinanderprallen. Sehr zum Leidwesen des dazwischenliegenden Knorpelgewebes.  Aber auch bereits nach einer längeren Trainingspause ist Vorsicht geboten. Denn bereits nach vier Wochen verliert das Herz-Kreislauf-System einen großen Teil seiner antrainierten Leistungsfähigkeit. Bänder, Sehnen und Muskeln sind nicht mehr so belastbar wie vorher.

Das Training sinnvoll planen

Wer hingegen sein Training von Anfang an vernünftig plant, dem bleiben all diese Leiden erspart und er kann voll von dem gesundheitlichen Vorteil profitieren. Denn richtig dosiertes Laufen fördert das Knorpelwachstum in den Gelenken. Wie ein Schwamm wird der Knorpel bei jedem Schritt ausgedrückt um sich danach wieder mit Flüssigkeit und Nährstoffen vollsaugen zu können. Laufen wirkt auch gegen Osteoporose, der gefürchteten Entkalkung der Knochen. Ferner schützt es vor Bluthochdruck,  Cholesterin und Diabetes. Alles gute Gründe, seine Laufschuhe zu schnüren.

 

 

 

Tags: , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Hinterlasse einen Kommentar!