Regelmäßiges Training erhält die Leistung in der zweiten Lebenshälfte

Jan 10th, 2012 | By | Category: Fitness, Training & Freizeit, Leitartikel

Auf die richtige körperliche Belastung kommt es an

Nach dem 40igsten Lebensjahr müssen wir uns von unserer maximalen  körperlichen  Leistungsfähigkeit verabschieden.  Aufgrund einer Endmineralisierung  und  der Verlangsamung des Stoffwechsels werden unsere Knochen brüchiger. Sehnen, Bänder, Bandscheiben und Knorpel verlieren an Elastizität und Belastbarkeit. Auch unsere Muskelmasse nimmt von diesem Zeitpunkt an ab.  Der Energie- und Wassergehalt und die gespeicherten Mineralstoffe werden weniger.

Durchblutung verschlechtert sich

Aufgrund der ebenfalls schlechter werdenden Durchblutung, verringert sich  die Versorgung des Körpers mit Sauerstoff und Nährstoffen. Die Folge: Der Abtransport der Stoffwechselendprodukte – unter anderem des Laktats – werden schlechter.  Nach körperlichen Belastungen benötigen wir eine längere Erholungsphase als früher. Wer sich jetzt auf die faule Haut legt, verliert im Schnitt  rund ein halbes Pfund Muskelmasse  pro Jahr. Kraft- und Ausdauertraining sind  jetzt ein sicheres Mittel, dem schleichenden Muskelschwund zu begegnen. All diese Veränderungen verschlechtern die körperliche Leistungsfähigkeit des Menschen. Dafür verantwortlich ist eine Veränderung unseres Hormonhaushaltes.  Möglicherweise sprechen unsere Zellen auch nicht mehr – so wie in jungen Jahren – auf die Hormone an.

Das Hormon Testosteron

Eines der wichtigsten Hormone für den Erhalt unserer Leistungsfähigkeit ist das Testosteron. Als männliches Sexualhormon bekannt, wird es sowohl beim Mann als auch bei der Frau produziert und hat bei beiden Geschlechtern wichtige Funktionen zu erfüllen. Es ist geradezu unerlässlich für den Aufbau und den Erhalt der Muskulatur. Daher wird das Testosteron auch als ein anaboles (aufbauendes) Hormon bezeichnet. Es sorgt für die Erhöhung der Proteinsynthese und so zur Einschleusung von Aminosäuren in die Muskulatur. Werden mehr Aminosäuren ab als aufgebaut, spricht man von einem katabolen Stoffwechsel. Die Abnahme des Testosteronspiegels ist biologisch bedingt, kann aber auch von exogenen Faktoren (Umwelt und eigenes Verhalten) beeinflusst werden.

Lebens- und Essgewohnheiten überprüfen

Wie können wir einen ausreichenden Testosteronspiegel möglichst lange erhalten! Unsere  Lebens- und Ernährungsgewohnheiten scheinen dabei eine große Rolle zu spielen. Fest steht zum Beispiel das das Trio „Nikotin, Alkohol und Stress“  den Testosteronspiegel fallen lässt. Auch verursachen bestimmte Medikamente einen niedrigen Testosteronspiegel. Hierzu zählen Psychopharmaka, Bluthochdruckmittel, Herzmedikamente, Kortikoide , Wirkstoffe, die in ihrer chemischen Struktur und Wirkung dem körpereigenen Kortisol, einem Hormon der Nebennierenrinde, ähnlich sind. Auch Magen-Darm-Mittel sollen für einen sinkenden Testosteronspiegel verantwortlich sein. Gehören zur Therapie derartige Arzneimittel, sollte man mit seinem Arzt sprechen. Möglicherweise gibt es alternative Medikationsmöglichkeiten.

Richtiges Training hilft

Bewegung und Training erhöhen den Testosteronspiegel nachweislich. Wer sich regelmäßig über längere Zeit ausreichend bewegt, kann seinen Testosteronspiegel hoch halten. Empfehlung: mindestens dreimal wöchentlich 45 Minuten Ausdauertraining.

Tags: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Hinterlasse einen Kommentar!