Aminosäuren halten den Körper in Schwung.

Feb 11th, 2011 | By | Category: Gesundheit & Ernährung, Leitartikel

Aktuelle Studien belegen, dass Aminosäuren auch gegen Depressionen, Osteoporose, Krebserkrankungen, Herzinfarkt und Immunschwäche helfen können. Sie sind Regulator aller Prozesse im menschlichen Körper. Aminosäuren sind unter anderem notwendig für den Aufbau von Strukturproteinen wie Kollagen, von Enzymen, den Blutgerinnungsfaktoren, den Antikörpern, den Transportmolekülen, der Muskulatur und von Hormonen, wie dem Insulin zum Beispiel.  Die Aminosäuren Taurin sowie Methionin wirken darüber hinaus als Antioxidantien. Einige der Aminosäuren sind lebenswichtig für den Aufbau von Körpersubstanzen. Im Stoffwechsel können daraus auch die anderen Aminosäuren wie das gefäßschützende Arginin oder das immunstärkende Glutamin entstehen.

Durch die allgemeine Fehlernährung in Deutschland reicht die Aufnahme von Aminosäuren oftmals nicht aus. Vegetarier sowie Menschen mit chronischen Erkrankungen der Leber und Niere haben ein hohes Aminosäuren-Mangel-Risiko. Aber auch bei Katabolie, toxischen Belastungen und oxidativem Stress kommt es leicht zum Aminosäuren-Mangel, so die Ernährungswissenschaftlerin Doris Meister.

Der international renommierte Aminosäureforscher Professor Dr. Erich Roth von der Universitätsklinik Wien betont, dass gerade die Aminosäure Glutamin eine überaus immunstärkende Wirkung besitzt. Studien hätten gezeigt, dass die Aminosäuren Lysin und Arginin einen positiven Einfluss auf den Knochenstoffwechsel ausüben. So ist es nicht verwunderlich, dass Aminosäuren bei der Behandlung von Osteoporose vielversprechend zum Einsatz kommen. Es gibt Hinweise, dass Aminosäuren sogar die Osteoblasten (knochenaufbauende Substanzen) stimulieren können. Dagegen schützen die Aminosäuren Alanin, Cystein, Methionin und Glycin vor Prostataerkrankungen.

Auch chronische Schmerzpatienten sollen von den Aminosäuren, Antioxidantien und Omega-3-Fettsäuren profitieren können.  Fibromyalgie-Patienten hatten nach einer Aminosäurentherapie weniger Schmerzen und wiesen allgemein eine erhöhte Schmerztoleranz auf.

Hochleistungssportler profitieren  hingegen beim gezielten Muskelaufbau von den verzweigtkettigen  Aminosäuren.

Aber auch in der Krebstherapie sind Aminosäuren von außerordentlicher Wichtigkeit. Dr.  Thomas Tallberg aus Helsinki konnte nachweisen, dass Patienten, die unter Prostata-, Blut- und Hautkrebs leiden, von der Einnahme von Aminosäuren massiv profitierten. Für ihn gehören Aminosäuren zu jeder Krebstherapie. Der Wiener Onkologe Professor Köstler glaubt das Aminosäuren und Antioxidantien dem Krebspatienten helfen, seine Abwehrkapazität zu stärken. Er hält sie sogar für überlebensnotwendig.

Professor Dr. Jürgen Spona vom Ludwig-Boltzmann-Institut der Universitätsfrauenklinik Wien ergänzt die Therapie seiner Patienten, die unter einer akuten Depression leiden, mit einem speziellen Aminosäure-Mix. Der renommierte Wissenschaftler konnte nachweisen, dass die Gabe von Aminosäuren eine deutliche Verbesserung der Depressionen erreichen kann. Da sich mit dem Alterungsprozess des Menschen auch die Verfügbarkeit von Aminosäuren verringert und zudem die Ernährungsweise dergestalt verändert, dass weniger Aminosäuren über die Nahrung aufgenommen werden, empfiehlt Professor Spona Aminosäuren im Rahmen von Anti-Aging-Strategien. Die Aminosäure Arginin stellt in Kombination mit der Folsäure einen wirksamen Schutz vor Herzkrankheiten dar. Arginin stellt sicher, dass die Blutgefäße konstant Stickstoffmonoxid produzieren und die Durchblutung des Herzens und des Gehirns optimiert wird. Arginin schützt so das Herz vor dem Infarkt. Auch im Sexualleben kann Arginin mit seiner Wirkungsweise dem Mann helfen. Arginin gilt nicht von ungefähr auch als Natural Viagra.

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