Kohlenhydrate: Hauptbestandteil unserer Energiezufuhr

Dez 16th, 2010 | By | Category: Gesundheit & Ernährung, Leitartikel

Spaghetti als Beispiel für kohlenhydratreiche Lebensmittel

Kohlenhydrate machen mengenmäßig den Hauptbestandteil in allen Kostformen aus. Zumindest sollten sie im Vergleich zu Fett und Eiweiß der Hauptbestandteil der täglichen Ernährung sein.

Ein paar „Kohlenhydrat-Fakten“ vorab:

Empfehlenswert ist eine Kohlenhydratzufuhr von mindestens 50 Prozent der Gesamtenergiezufuhr.

Bei den Kohlenhydraten gilt es zum einen die hochmolekularen Kohlenhydrate, so genannte Polysaccharide wie die Stärke oder Bestandteile der Pflanzenfaser, die Zellulose zu unterscheiden.

Zum anderen gehören zu den Kohlenhydraten die niedermolekularen, leicht löslichen Zucker, die – weil sie nur aus einem oder zwei Bausteinen bestehen – auch als Mono- oder Disaccharide bezeichnet werden.

Stärke und Einfachzucker

Stärke kann vom Körper nur verwendet werden, wenn sie vorher im Mund war, hauptsächlich aber im Darm, in ihre Bausteine, die Zucker, aufgespalten wird. Man könnte daher denken, es sei belanglos, ob man die hochmolekularen (langkettigen) oder die niedermolekularen (kurzkettigen) Zucker verzehrt. Das ist jedoch nicht der Fall. Denn bei der Verdauung von stärkehaltigen Lebensmitteln in Verbindung mit Ballaststoffen, wird der entstehende Zucker langsamer in den Körper aufgenommen und im Stoffwechsel verarbeitet, als reiner Haushalts- oder Traubenzucker.

Das wirkt sich günstig auf den Blutzuckergehalt aus und führt bei weitem nicht so rasch (und heftig) zu einem erneuten Hungergefühl wie der Verzehr von Einfachzuckern. Stärke nehmen wir selten in reiner Form – etwa als Stärkepudding – auf, sondern meist in Form von Lebensmitteln, die, wie zum Beispiel das Getreide, weitere wichtige Nährstoffe wie Vitamine und Mineralstoffe enthalten. Stärkereiche Lebensmittel sind daher ernährungsphysiologisch oft besonders wertvoll.

Zucker hingegen bringen in der Regel keine Vitamine oder Mineralstoff mit.

Nur gelegentlich etwas Süßes

Eine generelle Warnung vor Zucker ist dennoch unberechtigt, weil es auf die Zusammensetzung der gesamten Tageskost ankommt. Das heißt, dass der Genuss einzelner, weniger wertvoller Lebensmittel mit einem – mengenmäßig reichlichen – Verzehr hochwertiger Nahrungsmittel mit hohem Gehalt an essentiellen Nährstoffen durchaus ausgeglichen werden kann. Um Missverständnissen vorzubeugen, sei darauf hingewiesen, dass es bei Menschen, die ihren Tagesenergiebedarf überwiegend durch Lebensmittel mit geringer Nährstoffdichte decken, durch Fehlernährung zu Übergewicht kommen kann.

Hier spielt jedoch nicht nur der Zuckerverzehr eine Rolle, sondern die gesamten Ernährungsgewohnheiten. Ein Verzehr von Zucker wird von Seiten der Ernährungswissenschaftler dann toleriert, wenn er 10 Prozent der täglichen Energieaufnahme nicht übersteigt.

Bild: © Marilyn Barbone | Dreamstime.com

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