Was ist die beste Zeit für Ausdauertraining?

Mai 17th, 2010 | By | Category: Fitness, Training & Freizeit

Die beste Uhrzeit für Ausdauertraining

Egal ob Läufer, Radfahrer oder Schwimmer… häufig werde ich nach der besten Uhrzeit für Ausdauertraining gefragt.

Die beliebteste Zeit am Wochenende scheint nach meiner Einschätzung nach dem Frühstück zu sein. So hat man anschließend noch Zeit Samstags private Notwendigkeiten zu erledigen oder Sonntag-Nachmittags zu entspannen und die freie Zeit zu genießen.

Beliebte Trainingszeiten von morgens bis abends

Es gibt einige Frühaufsteher – zu denen ich im Übrigen nicht gehöre -, die sich schon morgens um 5:30 oder 6 Uhr aufs Rad schwingen oder in die Laufschuhe steigen, um schon vor der Arbeit eine kurze Ausdauer-Einheit zu absolvieren.

Die nächste Gruppe geht möglichst direkt nach der Arbeit trainieren. Je nach Arbeitszeiten geht es zwischen 15:30 und 18:30 Uhr direkt zur Sportstätte oder ins Fitnesscenter, ohne vorher die Couch zu testen und womöglich nicht mehr aus ihr heraus zu kommen. Denn nicht selten siegt der innere Schweinehund, wenn man vor dem Training noch schnell etwas essen und ein Stündchen entspannen möchte.

Das Problem des inneren Schweinehunds macht der Gruppe der Abendsportler nicht zu schaffen. Zumindest können Sie mit ihm erfolgreich umgehen. Viel Selbstdisziplin oder der gewollte „Zwang“ unter Trainingspartnern gibt ihnen die Kraft, nach dem Job und einer gewissen Pause sich Abends um sieben oder später wieder aufzuraffen und zu trainieren.

Doch gibt es die ideale Uhrzeit zum Ausdauertraining?

Die Antwort ist eindeutig Jein! Im Laufe eines Tages gibt es tatsächlich Phasen höherer oder geringerer Leistungsfähigkeit. Das bekannteste Beispiel hierfür ist der berüchtigte „tote Punkt“ nach dem Mittagessen Auch morgens direkt nach dem Aufstehen ist man in der Regel eher etwas träge und müde. Das gilt sowohl für geistige wie auch für körperliche Anstrengungen, da insbesondere das Herz-Kreislaufsystem zu diesen Zeitpunkten mit anderen „To-Dos“ beschäftigt ist (verdauen bzw. aufwachen).

Doch der Mensch ist anpassungsfähig

Trainiert man dennoch zu Zeiten geringerer Leistungsfähigkeit, dann ist der Trainingsreiz für den Körper deshalb nicht geringer! Der Körper braucht einfach etwas länger zur Umstellung, doch die Trainingsreize und damit erhofften Anpassungseffekte bleiben gleich. Deshalb Ja und Nein als Antwort. An und für sich kann der menschliche Körper zu jeder Zeit hohe Leistungen vollbringen – wenn er es durch Regelmäßigkeit zu eben jener Zeit gewohnt ist.

Was ist beim Training zu unterschiedlichen Zeiten zu beachten?

Die Ernährung muss in jedem Fall stimmen. Entsprechend der Belastung muss der Körper zur entsprechenden Zeit mit ausreichenden und vor allem den richtigen Nährstoffen versorgt werden. Training vor dem Frühstück zwingt den Körper zu einem frühzeitigen Rückgriff auf die eigenen Fettreserven. Es bietet sich dann also ein Grundlagenausdauertraining bei niedriger Herzfrequenz an. Intensive Einheiten sollten dagegen beispielsweise nachmittags mit etwas Abstand zu einem kohlenhydratreichen Mittagessen stattfinden.

Ausserdem sollte man sich gerade morgens besonders lange, langsam und konzentriert aufwärmen, um Körper und Gelenke auf die Belastung vorzubereiten, bspw. für eine ausreichende Produktion von „Schmiermittel“ für die Gelenke.

© Ivan Grlic | Dreamstime.com

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