Kinder müssen mehr Sport treiben – Couchpotatos mit vielen motorischen und psychischen Defiziten

Mai 7th, 2010 | By | Category: Gesundheit & Ernährung, Leitartikel

Sport muss Spass machen!

Wir alle kennen das Problem. Unsere Kinder bewegen sich zu wenig. Sie spielen lieber mit ihren Computern oder hängen mit ihren Freunden rum. Dabei  ist Bewegung für eine gesunde körperliche Entwicklung von entscheidender Bedeutung.  Muskuläre Disbalancen gehen häufig einher mit Übergewicht und diversen Stoffwechselerkrankungen. Abhilfe tut Not. Doch wie soll man seine Kinder zu mehr Bewegung motivieren. Die Kindergärten, Grundschulen und weiterführenden Schulen aber auch die Vereine und privaten Sportanbieter sind gefordert, sich hierbei ihre Gedanken zu machen und für eine Änderung  der Gewohnheiten zu sorgen.  Der Schlüssel  auf dem Gebiet des Sports  ist sicherlich der Spaßfaktor. Macht eine Sache Spaß, dann  verliert die Anstrengung,  die damit verbunden ist, an Bedeutung. Geradezu auf spielerische Weise überwindet man dann Hindernisse, die ansonsten einer sinnvollen körperlichen Aktivität  im Wege stehen.

Es  gilt also ein passendes Sportangebot zu finden. Bei  Kindern und auch Jugendlichen steht das Spiel im Vordergrund. Es sollte unbedingt seinen festen Stellenwert in jeder Übungsstunde haben. Jede Sportart – will man sie beherrschen –  verlangt das Erlernen von bestimmten Bewegungsfertigkeiten und Techniken. Trainer sollten bemüht sein, sie in jungen Jahren möglichst in  spielerischer Form mit viel Spaß zu vermitteln.

Herzhaftes Lachen gehört dazu.

Das Sportangebot sollte altersgemäß sein. Es sollte weder eine Unter- noch eine Überforderung bei den Kindern vorkommen. Auch die Art der Ansprache und das Verhalten des Trainers muss sich nach dem Alter der Gruppe richten. Gemeinsamer Spaß sollte immer im Vordergrund stehen. Im Vorschulalter gilt es neben den koordinativen  Fähigkeiten, wie zum Beispiel das Gleichgewicht,  auch  die Kraft, Schnelligkeit und Ausdauer und Beweglichkeit zu schulen. Sie sind Voraussetzungen für eine gesunde Entwicklung der Kinder und sind die Grundlage für eine stabile Gesundheit, die mit einer guten Fitness einhergehen sollte.

Auch Haltungsschwächen können in diesem Alter noch erfolgreich behandelt werden. Entscheidend ist jedoch, solche Defizite früh zu erkennen und ihnen sinnvoll entgegenzuwirken. Gleichgewichtsschulungen und Kraftübungen können Kindern viel Spaß machen.  Das hat auch das Projekt  „Kid-Check“ gezeigt, das im Oktober 1999 von der Universität des Saarlands und der „Saarbrücker Zeitung“  ins Leben gerufen wurde. Bei dieser Aktion untersuchen Wissenschaftler, Ärzte und Physiotherapeuten kostenlos Kinder und Jugendliche auf Haltungsschäden- und schwächen. Stellen die Experten  Defizite fest, wird für das betroffene Kind ein Übungsprogramm zusammengestellt, um den Haltungsfehlern wirkungsvoll entgegentreten zu können.

Vorbeugen- diese Idee steckt hinter der Aktion „Kid-Check“. Vorbeugen schon im Kindesalter gegen chronische Rückenleiden, die im Erwachsenenalter vielen Menschen das Leben verleiden.

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